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Papier Unionhead
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News - 14.08.2006

FAQ zum Thema Papier-Zertifizierung

 
1.
Papierzertifizierung – Worum geht es?
2.
Papierzertifizierung - ein Modethema?
3.
Wie hoch ist der Anteil zertifizierter Wälder global, in Europa und in Deutschland?
4.
Gibt es eine Nachfrage nach zertifizierten Papieren?
5.
Wie ist die Versorgungslage bei zertifiziertem Papier?
6.
FSC und PEFC – Was ist das?
7.
Gibt es auch andere Zertifizierungs-Systeme?
8.
Warum gibt es überhaupt mehrere Zertifizierungs-Systeme ?
9.
Sind die Unterschiede zwischen FSC und PEFC erheblich ?
10.
Umweltverbände behaupten, FSC sei besser als PEFC. Stimmt das? 
11.
Muss ich als Druckerei zertifiziert sein, um FSC-oder PEFC-zertifizierte Papiere zu verarbeiten?
12.
Ich habe gehört, es soll aber auch ohne Zertifizierung der Druckerei gehen.
13.
Muss ich als Verlag zertifiziert sein, wenn ich auf den Verlagsobjekten entsprechende Hinweise auf FSC/PEFC Papiere anbringen möchte?
14.
Muss ich z. B. als PBS-Großhändler zertifiziert sein, um FSC- / PEFC-Papiere an meine Einzelhandelskunden verkaufen zu dürfen?
15.
Muss ich als Bürofachhändler oder Versandhändler zertifiziert sein, um FSC- / PEFC-Papiere verkaufen und bewerben zu dürfen?
16.
Ich möchte meinen Betrieb zertifizieren lassen. Was muss ich dafür tun?
17.
Empfiehlt sich eine Zertifizierung? FSC oder PEFC?
18.
Ist eine FSC- / PEFC-Zertifizierung schwierig und aufwändig?
19.
Woran kann ich erkennen, ob ein Papier FSC- bzw. PEFC-zertifiziert ist?
20.
Muss ich diese Angaben überprüfen?
21.
Mir ist aufgefallen, dass es unterschiedliche FSC- und PEFC-Label gibt. Was hat es damit auf sich?
22.
Warum dürfen auch Papiere mit nur anteilig zertifizierten Rohstoffen das FSC- / PEFC-Label tragen? Ist das nicht eine Täuschung des Verbrauchers?
23.
Was ist mit dem nicht zertifiziertem Stoffanteil bei Mixed Label? Kann da nicht auch  Urwaldholz drin sein?
24.
Sagt ein FSC- oder PEFC-Label auch etwas über sonstige umweltrelevante Aspekte der Papierherstellung aus, z. B. den Einsatz von Chemikalien oder Energie?5
25.
Was hat es mit dem FSC-Label für Recycling-Papiere auf sich?
26.
In Deutschland gibt es bereits den Blauen Engel für Recycling-Papiere? Was ist besser bzw. umweltfreundlicher?
27.
Neuerdings werden Papiere mit dem Hinweis „FSC controlled wood“ angeboten. Handelt es sich dabei auch um FSC-zertifizierte Papiere?
28.
Ist dies überhaupt zulässig bzw. ist dies nicht eine Täuschung des Verbrauchers?
28.
Was muss ich als zertifizierte Druckerei beim Einkauf zertifizierter Papiere beachten?
29.
Was muss ich als zertifizierter Betrieb bei werblichen Hinweisen auf „FSC controlled wood“ beachten?
30.
Was muss ich als Druckerei beachten, wenn ich nicht zertifiziert bin?
31.
Was muss ich als nicht zertifizierter Betrieb bei „FSC controlled wood“-Papieren beachten?
32.
Was muss ich als Verlag beachten, insbesondere, wenn ich nicht zertifiziert bin?
33.
Was muss ich als Projektmanager oder Papiereinkäufer z. B. beim Druck des Geschäfts-Jahresberichts meines Unternehmens auf FSC- / PEFC-Papier beachten?
34.
Was muss ich als nicht zertifizierter Einzelhändler oder Versandhändler beachten?
35. 
Was muss ich als Produktioner, Kreativer oder Werbeagentur im Zusammenhang mit FSC-/ PEFC-Papieren beachten
36.
Bin ich bei unrichtigen oder unvollständigen Angaben meines Lieferanten auf seinen Dokumenten zum Handeln verpflichtet? Was ist gegebenenfalls zu tun?
 

1.

Papierzertifizierung – Worum geht es?

Gewerbliche und private Verbraucher erwarten heute umfassende, zuverlässige, durch unabhängige Dritte überprüfte Informationen über die Umweltrelevanz der eingekauften Produkte. Ein Zertifikatshinweis auf der Produktverpackung soll zusätzliche Orientierungshilfe geben. Die aktuelle Diskussion um die Zertifizierung von vornehmlich holzfreien Frischfaser-Papieren betrifft vor allem die Unbedenklichkeit des eingesetzten Zellstoffs bzw. des Holzes, aus dem dieser Zellstoff gewonnen wird. Damit ist der Bezug zum Thema Wald und seine Bewirtschaftung hergestellt. Die aktuell diskutierte Zertifizierung von Papieren soll also Gewähr dafür bieten, dass das für die Zellstoff- bzw. Papierherstellung verwendete Holz aus unbedenklichen Quellen oder – besser noch – aus ökologisch besonders gut bewirtschafteten Wäldern stammt. Und dass es auf kontrolliertem Wege bis zum Verbraucher gelangt (die sogenannte Chain of Custody  – CoC, d. h. Produktkette).

2.

Papierzertifizierung -
ein Modethema?

Weltweit nehmen Holz- und Papierverbrauch zu. Gleichzeitig schwinden Naturwaldflächen. Deshalb wird der verantwortungsbewusste Umgang mit der Ressource Wald bzw. Holz immer wichtiger. Der Schutz natürlicher (Ur-)Waldbestände sowie die nachhaltige Bewirtschaftung von Nutzwäldern sind unverzichtbare Voraussetzungen dafür, dass wir nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt hinterlassen können. Wir sind der Überzeugung, dass der Nachweis über eine in dieser Hinsicht unbedenkliche Rohstoffkette ein dauerhafter Bestandteil auch des Papiergeschäfts sein wird.

3.

Wie hoch ist der Anteil
zertifizierter Wälder
global, in Europa und
in Deutschland?

Der Anteil der – nach welchem System auch immer – weltweit zertifizierten Wälder wird auf lediglich 5 % der globalen Gesamt-Waldflächen geschätzt. In Europa liegt der Anteil deutlich höher. Deutschlandweit sollen nach jüngsten Angaben über 70% der Waldflächen zertifiziert sein.

Auf die beiden wichtigsten Zertifizierungssysteme, FSC bzw. PEFC entfallen in Deutschland ca. 570.000 bzw. 7,2 Mio. Hektar, weltweit 76,5 bzw. 188 Mio. Hektar .

4.

Gibt es eine Nachfrage
nach zertifizierten
Papieren?

Die Nachfrage nach diesen Papieren gewinnt zunehmend an Dynamik: Für immer mehr Ausschreibungen oder Druckobjekte mit starker Öffentlichkeitswirkung (Unternehmens-Broschüren, Jahresberichte) wird der Einsatz von zertifizierten Papieren ausdrücklich vorgeschrieben. Die forcierte öffentliche Thematisierung durch Umweltverbände und Interessengruppen wirkt unmittelbar bis in die Vorstandsetagen. Und von dort zurück zu den Beschaffungsverantwortlichen und ihren täglichen Einkaufsentscheidungen. Wer jetzt handelt, kann sich Wettbewerbsvorteile verschaffen.

5.

Wie ist die Versorgungs-
lage bei zertifiziertem
Papier?

Aus den in Frage 3 genannten Zahlen ergibt sich zwangsläufig, dass zertifiziertes Holz global und regional nur sehr begrenzt verfügbar ist. Dies gilt in der Konsequenz auch für Folgeprodukte wie Papier.

FSC- bzw. PEFC-zertifiziertes Holz wiederum macht nur einen Teil der überhaupt zertifizierten Mengen aus. Weil die überwiegend klein- bis mittelständig strukturierten Waldbesitzer Westeuropas einer FSC-Zertifizierung ablehnend gegenüberstehen, ist hier nur mit einer langsamen Zunahme von FSC-Flächen und -Holzmengen zu rechnen.

In Osteuropa dagegen stehen größere Waldflächen zur Zertifizierung an. Dennoch werden die in absehbarer Zeit verfügbaren Mengen beschränkt bleiben. Zuamal nur ein Teilfür die Zellstoff- und Papierindustrie einsetzbar ist.

6.

FSC und PEFC
Was ist das?

FSC und PEFC sind Abkürzungen bzw. Warenzeichen der beiden führenden Zertifizierungsysteme. Sie stehen für nachhaltige Waldbewirtschaftung und die anschließende Produktkette von der Verarbeitung bis zum Endverbraucher.

FSC =Forest Stewardship Council.
PEFC = Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes.

FSC ist das etwas ältere und von Anfang an global angelegte System. Es wurde von Umweltschützern in der Folge der Rio Konferenz 1992 als Anleitung für gute, d. h. vor allem ökologisch nachhaltige Waldbewirtschaftung gegründet.

PEFC wurde als Referenzsystem und Marketinginstrument von der europäischen Forst- und Holzwirtschaft initiiert. Es fungiert zwischenzeitlich als globales Referenzsystem für eine Vielzahl, auch außereuropäischer Waldzertifizierungssysteme.

Beide Systeme stellen umfangreiche Regelwerke auf, deren Einhaltung durch unabhängige, bei den Organisationen akkreditierte Drittunternehmen überwacht wird: Sowohl für die Zertifizierung des Waldes selbst. Als auch für die Verarbeitung und den Vertrieb des Holzes in der nachfolgenden Produktkette. Sowie für die werbliche Auszeichnung der Folge- bzw. Fertigprodukte (z. B. Papier!) .

Grundsätzlich müssen alle Beteiligten in der Produktkette (CoC) zertifiziert sein: Vom Waldbesitzer über die Verarbeiter (Zellstoff/Papierfabrik) und Distributoren (Papiergroßhandel) bis zum Weiterverarbeiter (Drucker!). (Siehe hierzu auch Fragen 11 bis 16.)
 
Weiterführende Infos finden Sie auf den Websites

www.fsc-deutschland.de
bzw.
www.pefc.org


7.

Gibt es auch andere
Zertifizierungs-
Systeme?

Ja. sie haben aber nur nationale Bedeutung. Sofern diese zwischenzeitlich nicht bereits durch den PEFC anerkannt sind, spielen sie in der hier behandelten Thematik keine Rolle.

8.

Warum gibt es über-
haupt mehrere
Zertifizierungs-
Systeme ?

Dies hat zunächst einfach historische Gründe. Die wesentlichen Gründe liegen in den geografisch bzw. politisch sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Stichworte: z.B. boreale und subtropischen Zonen, Industrieländer und Dritte Welt.Diese Zertifizierungssysteme unterscheiden sich teilweise erheblich hinsichtlich ihrer Regelwerke und Restriktionen. FSC und PEFC dürfen heute als die führenden Systeme gelten, auf die wir uns konzentrieren.


9.

Sind die Unterschiede
zwischen FSC und
PEFC erheblich ?

Die Beantwortung dieser Frage – wenn möglich in Kurzform – fällt selbst ausgewiesenen Experten schwer. Wir verweisen noch einmal auf die Homepages beider Systeme (s. o.). Dort  finden sich auch zu diesem Thema ausführliche Darstellungen und weitere Links.
Generell kann man sagen, dass beide Systeme den Gedanken der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit aller Waldbewirtschaftungsmaßnahmen in den Mittelpunkt stellen - unter Beibehaltung möglichst natürlicher Strukturen in Fauna und Flora. Und dass sie deren Ergebnisse einer unabhängigen Drittüberwachung unterwerfen.
 
Grundsätzlich kann der Verbraucher sowohl bei FSC- als auch bei PEFC-zertifizierten Papieren davon ausgehen, dass  bei der Herstellung weder Urwälder gerodet, noch bedrohte Tier- oder Pflanzenarten systematisch vernichtet oder sogenannte indigene Bevölkerungsgruppen („Eingeborene“) misshandelt bzw. aus ihren angestammten Lebensräumen vertrieben wurden.


10.

Umweltverbände
behaupten, FSC sei
besser als PEFC.
Stimmt das?  

Umweltschützer favorisieren den FSC-Standard mit dem Hinweis, dass er die Rodung von Urwald- bzw. HVCF*-Wäldern sowie deren Umwandlung in Holzplantagen kategorisch ausschließt bzw. ihre sonstige wirtschaftliche Nutzung nur in sehr engen Grenzen erlaubt. Dies ist vor allem in den Regionen der Welt wichtig, in denen die natürlichen Waldbestände besonders bedroht sind (z. B. Südamerika, Südostasien oder Russland). Auch ist beim FSC z. B. der Einsatz genetisch veränderter Pflanzen- bzw. Baumarten grundsätzlich nicht erlaubt.

Befürworter verweisen schließlich auf die internen basis-demokratischen Entscheidungsstrukturen des FSC. Das System des FSC beruht auf drei Kammern: Umwelt, Wirtschaft und Soziales. Wenn eine einzelne Kammer ein geschlossenes Votum abgibt, kann sie nicht durch die anderen Kammern überstimmt werden. Die Attraktivität dieser Konstellation für die Umweltorganisationen liegt auf der Hand.

Befürworter des PEFC betonen, dass die Zielsetzung dieses Systems mit FSC durchaus vergleichbar ist. Gleichzeitig sei PEFC aber leichter durchzuführen und kostengünstiger. Insbesondere die kleinen und mittleren Waldbesitzer profitierten davon, dass das sogenannte Regionsprinzip des PEFC eine Einzelzertifizierung nicht zwingend vorschreibt.

Auch beim PEFC wird in institutionellen Gremien den ökologischen und sozialen Gesichtspunkten Rechnung getragen. Die entsprechenden Interessengruppen haben das Recht auf Anhörung. Allerdings ist eine Überstimmung der Waldbesitzer im PEFC grundsätzlich ausgeschlossen. Der PEFC verweist auf parallel (gemäß FSC und PEFC) durchgeführte Waldzertifizierungsprojekte und kommt zu dem Schluss: Unter dem Strich führten beide Systeme hinsichtlich der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeitszielen zu absolut gleichwertigen Ergebnissen.

* HVCF: High Value Conservation Forest, besonders artenreicher, schützenswerter Wald


11.

Muss ich als Druckerei
zertifiziert sein, um FSC-
oder PEFC-zertifizierte
Papiere zu verarbeiten?

Grundsätzlich kann jede Druckerei zertifizierte Papiere verarbeiten. Wenn sie allerdings entsprechende Hinweise auf den diesen Druckobjekten anbringen will, muss auch die Druckerei zertifizert sein. Schließlich ist auch sie ein Teil der Produktkette CoC (siehe oben). Das gilt sowohl für FSC als auch für PEFC.

Wenn dagegen entsprechende Hinweise auf den Druckobjekten nicht notwendig oder beabsichtigt sind, ist eine Zertifzierung der Druckerei nicht notwendig.


12.

Ich habe gehört, es soll
aber auch ohne Zertifi-
zierung der Druckerei
gehen.

Es wurden im Verlagsgeschäft vereinzelt Konstellationen unter dem Stichwort „Lohndruck“ diskutiert. Dies beträfe Szenarien, in denen der Druckbetrieb das Papier nicht selbst kauft, sondern im Auftrag eines Verlages druckt. In diesen Fällen muss der Drucker unter bestimmten Umständen nicht selbst zertifiziert sein. Wir empfehlen hierzu dringend die vorherige Kontaktaufnahme mit dem FSC bzw. PEFC oder einem Zertifizierer.


13.

Muss ich als Verlag
zertifiziert sein, wenn
ich auf den Verlags-
objekten entsprechen-
de Hinweise auf
FSC/PEFC Papiere
anbringen möchte?

Nein, sofern Sie nicht als Verlagsdruckerei selbst die Papiere verarbeiten (dann gilt das zur Druckerei gesagte entsprechend).
Wenn Sie jedoch in Prospekten, Katalogen etc. mit Einsatz von FSC- / PEFC-Papieren für Ihre Verlagsobjekte werben wollen, sollten Sie sich vorab mit dem FSC / PEFC wegen eines Warenzeichen-Nutzungsvertrages in Verbindung setzen. Damit gehen Sie eventuellen rechtlichen Problemen aus dem Weg.


14.

Muss ich z. B. als PBS-
Großhändler zertifiziert
sein, um FSC- / PEFC-
Papiere an meine Einzel-
handelskunden ver-
kaufen zu dürfen?

Ja, als Großhändler sind sie nach dem Modell beider Systeme ein Teil der Produktkette CoC. Sie müssen deshalb zertifiziert sein.

Eine – nicht realistische – Ausnahme bestünde in dem Fall, dass Sie und Ihre Einzelhandelskunden in Ihren Produktaussagen und Werbungen keinerlei Hinweis auf FSC / PEFC machen wollen.


15.

Muss ich als Bürofach-
händler oder Versand-
händler zertifiziert sein,
um FSC- / PEFC-Papiere
verkaufen und bewerben
zu dürfen?

Nein, als Einzelhandel mit Verkauf an den letzten Verbraucher (gewerblich oder privat) und damit als letztes Glied der Produktkette CoC sind Sie nach beiden Systemen nicht zertifizierungspflichtig. Wenn Sie allerdings für zertifizierte Papiere werben wollen, empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit dem FSC / PEFC zwecks Abschlusses eines Warenzeichen-Nutzungsvertrages (siehe auch Frage 13).

Darüber hinaus bietet die Papier Union seinen Fachhandelspartnern als besonderen Service die werbliche Nutzung ihrer FSC/PEFC-Logos für alle von der Papier Union bezogenen Papiere an. Nähere Infos hält Ihr Papier Union Betreuer vor Ort bereit.

16.

Ich möchte meinen
Betrieb zertifizieren
lassen. Was muss ich
dafür tun?

Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem FSC / PEFC oder mit einem akkreditierten Zertifizierer, der Ihnen hierzu gerne ausführliches Infomaterial zusendet. Darin werden der Zertifizierungsablauf, die hierfür notwendigen Schritte und Vorbereitungen in Ihrem Betrieb erläutert. Bei den genannten Stellen erhalten Sie auch einen Kostenvoranschlag. Listen mit allen bei FSC- / PEFC-akkreditierten Zertifizierern finden Sie auf den Homepages beider Organisationen FSC und PEFC.


17.

Empfiehlt sich eine
Zertifizierung? FSC
oder PEFC?

Wir verweisen auf unsere obigen Ausführungen zu den Unterschieden beider Systeme. Als „Ökolabel“ dürfte der FSC auch bei der Papierzertifizierung einige Vorteile haben. Er wird durch die Umweltverbände massiv unterstützt und ist deshalb in Verbraucherkreisen weit verbreitet. Bei grafischen Druckpapieren bietet PEFC aus heutiger Sicht den nicht unerheblichen Vorteil schneller in größeren Mengen verfügbar zu sein. Viele Papierfabriken und auch die Papier Union haben sich nach beiden System zertifizieren lassen. Sicher auch für Druckereien eine pragmatische Lösung, die zudem kaum teurer ist.


18.

Ist eine FSC- /
PEFC-Zertifizierung
schwierig und auf-
wändig?

Das hängt wesentlich von den Betriebstrukturen und z. B. von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Warenwirtschaft ab. Wir verweisen generell noch einmal auf die Homepages des FSC/PEFC bzw. auf deren akkreditierte Zertifizierer (Listen dort).

Kernpunkte sind u. a. die Dokumentation aller warenbezogenen Betriebsabläufe und Verantwortlichkeiten im Zertifizierungshandbuch, die jährliche Warenbilanz für die zertifizierten Papiere und die internen und externen Audits durch akkreditierte Zertifizierer. Eine bereits existierende ISO 9000ff Zertifizierung erleichtert hier einiges.

Die Kosten, die sich im Wesentlichen aus dem Prüfungsverfahren und der Zertifizierung ergebend, sind u. a. von der Größe des Betriebs und der Anzahl seiner Betriebsstätten abhängig. Für eine mittelständische Druckerei sollten 1.500 bis
2000 EUR nicht überschritten werden und die Zertifizierung in 4 - 6 Wochen unter Dach und Fach sein. Die obligatorischen jährlichen Überprüfungs-Audits sind kostenpflichtig!


19.

Woran kann ich
erkennen, ob ein
Papier FSC- bzw.
PEFC-zertifiziert
ist?

Einen ersten Hinweis geben die (meist auf der Verpackung aufgedruckten) Warenzeichen beider Organisationen, die FSC- bzw. PEFC-Label. Auf den Homepages beider Organisationen kann sich jedermann einen umfassenden Überblick über alle zertifizierten Produkt (-gruppen) und Anbieter verschaffen und gegebenenfalls auch überprüfen, ob ein Produkt zu Recht gelabelt ist.

Die FSC On-Product Labels
(100 % und Mixed)
Das PEFC
On-Product Label


20.

Muss ich diese
Angaben über-
prüfen?

Hier ist zu unterscheiden: Als letztes Glied in der Produktkette (s. o.), also z.B. als Einzelhändler, Verlag oder gar Endverbraucher sind Sie grundsätzlich nicht zur Überprüfung verpflichtet.

Als zertifiziertes Unternehmen, z. B. als Druckereibetrieb oder Großhändler, sind Sie verpflichtet, die diesbezüglichen Angaben ihrer Vorlieferanten auf den Warendokumenten und Verpackungen regelmäßig anhand der Register und durch Vorlage der Zertifizierungsurkunden zu überprüfen.


21.

Mir ist aufgefallen,
dass es unterschied-
liche FSC- und PEFC-
Label gibt. Was hat
es damit auf sich?

Beide Systeme unterscheiden nach Produkten aus 100 % zertifizierten und solchen mit anteilig zertifizierten Rohstoffen. Zudem kennt der FSC seit 2006 auch eine Zertifizierung für Recycling-Papiere und hat dafür eigene Label geschaffen.

Bei Papieren mit anteilig zertifiziertem Rohstoff sind wiederum zwei Label-Varianten zu unterscheiden: Das sog. Mixed Sources Label und solche mit konkreter Angabe des Anteils zertifizierten Rohstoffs, derzeit noch mind. 50 % (ab 2007: 70%). Da es für die Papierindustrie technisch nur selten möglich ist, auf einer Papiermaschine Papiere mit laufend wechselnden Stoffanteilen zu produzieren, kommen heute fast nur noch Mixed Label zum Einsatz. Denn hier ist es dem Hersteller erlaubt, den Gesamt-Output einer Produktion in dem Umfang zu labeln, wie er entsprechenden Input zertifizierten Rohstoffs hat. Dieser kann z.B. deutlich unter 50 % liegen, erlaubt ihm dann aber auch die Auszeichnung einer entsprechenden Maximal-Outputmenge der auf dieser Anlage produzierten Papiere mit dem Mixed Label.


22.

Warum dürfen auch
Papiere mit nur anteilig
zertifizierten Rohstoffen
das FSC- / PEFC-Label
tragen? Ist das nicht eine
Täuschung des Verbrauchers?

Indem die Hürden für Produzenten gesenkt werden, will man den Marktzugang für zertifizierte Papiere erleichtern. Zugleich soll das Angebot zertifizierter Waren schnell vergrößert und damit den FSC- / PEFC-Labels mehr Marketingkraft verliehen werden. Öko-Puristen lehnen dies kategorisch ab. Es ist das erklärte Ziel z. B. des FSC, die Bedingungen für die Produktzertifizierung zu verschärfen und kontinuierlich – je nach Branche – nur noch 100% zertifizierte Waren zuzulassen.

Da aber die auf dem Produkt erlaubten FSC-Label zusätzlich entsprechende Texthinweise haben müssen, ist eine Irreführung des Verbrauchers eigentlich ausgeschlossen.


23.

Was ist mit dem nicht
zertifiziertem Stoffanteil
bei MixedLabel?
Kann da nicht auch
Urwaldholz drin sein?

Nein. Beide Systeme schreiben heute auch für die nicht zertifizierten Stoffanteile vor, dass sie aus so genannten unkritischen, kontrollierten Quellen stammen. Damit ist der Einsatz von Urwaldholz, Holz aus besonders artenreichen, schützenswerten Wäldern (sog. HVCF-Wälder) oder aus illegalen Holzeinschlägen so gut wie ausgeschlossen.


24.

Sagt ein FSC- oder PEFC-
Label auch etwas über
sonstige umweltrelevante
Aspekte der Papier-
herstellung aus, z. B. den
Einsatz von Chemikalien
oder Energie?

Nein. Bei den zuvor ausgeführten Zertifizierungssystemen dreht es sich primär um gute Waldbewirtschaftung. In den Arbeitsgruppen des FSC wurde jedoch die Einführung dieser zusätzlichen Aspekte als zwingendes Zertifizierungskriterium wiederholt diskutiert.

Indes haben sich zur Überprüfung dieser Umweltparameter andere System etabliert und bewährt. Hier ist vor allem das sogenannte Paper Profile zu nennen. Es enthält detaillierte Angaben zum gesamten Stoffeinsatz, zum Energie- und Wasserverbrauch bei der Herstellung, sowie zu den im Produktionsunternehmen vorhandenen Umweltmanagement-Systemen (ISO 14001, EMAS u.a.).

Paper Profiles können bei der Papier Union für die überwiegende Mehrzahl aller angebotenen Papiere angefordert werden.


25.

Was hat es mit dem FSC-
Label für Recycling-
Papiere auf sich?

Mit der Einführung dieser „neuen“ FSC RC-Label ist der FSC über sein ursprüngliches Anliegen „Nachhaltige Forstwirtschaft“ hinausgegangen. Dahinter steht die Absicht, die Marketingkraft und das Renommée des FSC auch für den weltweit verstärkten Einsatz von Reycling-Papieren zu nutzen. Wie bei den Frischfaserpapier-Labels gibt es die Unterscheidung zwischen Mixed und Pure Label (100%). Auch wird der Einsatz bestimmter Mindestanteile, sogenannter Postconsumer-Altpapierqualitäten, vorgeschrieben (jedoch nur mindestens 10 %). Insofern Frischfasern anteilig zugefügt werden, unterliegen diese den gleichen Restriktionen wie bei den Frischfaserpapier-Labels (kein "Urwaldholz").


26.

In Deutschland gibt es
bereits den Blauen Engel
für Recycling-Papiere?
Was ist besser bzw.
umweltfreundlicher?

Der Blaue Engel ist ein seit Jahren eingeführtes und vom Verbraucher gelerntes Umweltlabel. Er geht in einer Reihe von Anforderungen deutlich über das FSC RC-Label hinaus. Verschiedentlich wird deshalb darauf hingewiesen, dass der Blaue Engel ökologisch höherwertig sei.

Man kann jedoch auch den Standpunkt vertreten, dass jede zusätzliche Tonne zertifizierten Recycling-Papiers ökologisch vorteilhaft ist – unabhängig davon, ob sie FSC-gelabelt oder mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist.

Außerhalb des deutschsprachigen Raums spielt der Blaue Engel kaum eine Rolle. Das FSC-Label ist dagegen global ausgerichtet und soll weltweit den Einsatz von RC-Papieren fördern. Erste, seit kurzem am Markt verfügbare FSC-Recycling-Papiere (z.B. Explorer und in Kürze inapa tecno exogyne) fallen durch ihre sehr hohe Weiße bei ggb. Frischfaserpapieren besserer Opazität auf und zielen auf das Premium-Segment.

27.

Neuerdings werden
Papiere mit dem Hin-
weis „FSC controlled
wood“ angeboten.
Handelt es sich dabei
auch um FSC-zerti-
fizierte Papiere?
Nein! Auch der werbliche Einsatz des FSC-Logos ist bei diesen Papieren nicht zulässig. Die Angabe bezieht sich darauf, dass der Hersteller und seine Rohstoffbezugskette nach FSC-Standard zertifiziert ist und damit auch der Einsatz von Holz aus zweifelhaften oder illegalen Quellen ausgeschlossen ist (siehe dazu die Ausführungen unter 22). Da der Anteil des eingesetzten FSC-Holzes bzw. Zellstoffs aber noch unter dem erforderlichen Mindestanteil von 50 bzw. 70 % liegt, dürfen diese Papiere (noch) nicht als FSC zertifiziert gelabelt bzw. verkauft werden.

Ist dies überhaupt zu-
lässig bzw. ist dies
nicht eine Täuschung
des Verbrauchers?


Seitens des FSC ist die Verwendung eines derartigen Hinweises ausdrücklich vorgesehen. Damit soll honoriert werden, dass der Hersteller mit der FSC-Zertifizierung bereits wesentliche Schritte zu Ausrichtung seines Betriebs an den Grundsätzen des FSC unternommen hat, insbesondere was den Ausschluss kritischer Holzquellen betrifft. Da die hierfür vom FSC geforderten Nachweispflichten umfangreich sind, andererseits aber die Werbewirkung des FSC Logos nicht genutzt werden darf, dürfte die Verbreitung derartiger Papiere eher beschränkt bleiben. Sie sind als „Zwischenlösung“ bis zur Lieferfähigkeit FSC-zertifizierter Papiere einzuschätzen. Da zudem die entsprechenden Produkthinweise eindeutig sein müssen, ist eine Täuschung des Verbrauches eigentlich ausgeschlossen.


28.

Was muss ich als zer-
tifizierte Druckerei
beim Einkauf zerti-
fizierter Papiere
beachten?

Zunächst sollten Sie in den Angeboten und allen Lieferdokumenten auf die normgerechte Ausweisung des Papiers als FSC- bzw. PEFC-zertifiziert achten.

– Bei FSC-Papieren gehört hierzu auch die Angabe der Zertifizierungs-Nummer Ihres Lieferanten (nicht der Fabrik!) sowie bei FSC Mixed-Papieren die Angabe des Anteils zertifizierter Rohstoffe (aktuell mindestens 50 %, ab 2007 mindestens 70%).
– Bei PEFC-Papieren muss die PEFC-(Logo) Registrierungsnummer Ihres Lieferanten angegeben sein. Die Angabe des Zertifizierungsanteils ist beim PEFC nicht zwingend vorgeschrieben.
– Alle Angaben müssen sich eindeutig auf ein konkretes Produkt beziehen. Allgemeine Hinweise wie „Wir führen FSC- / PEFC-Papiere“ oder „Alle vorgenannten Papiere sind zertifiziert“ reichen nicht!
– Die Zertifizierung Ihres Lieferanten sollten Sie sich durch Vorlage seiner Zertifizierungsurkunde bestätigen lassen.
 
Sie benötigen also immer normgerechte Dokumente und die Lieferanten-Zertifizierungsurkunde!
 
– Zudem müssen Sie alle Angaben in den Produkt- bzw. Hersteller-Registern des FSC bzw. PEFC überprüfen (auf den Websites der Systeme). Bei kontinuierlicher Lieferung eines bestimmten Papiers aus gleicher Quelle reicht die periodische Überprüfung aus. Gegebenenfalls bitte Ihren Zertifizierer kontakten.
 
Das zuvor gesagte gilt natürlich und vor allem auch für die Angaben auf Ihren eigenen Angeboten und Warendokumenten einschließlich Bereitstellung Ihrer Zertifizierungsurkunde. Besonders wichtig: Dabei müssen Sie grundsätzlich Ihre eigene FSC/PEFC-Zertifizierungs-/Registrierungsnummer verwenden, die diejenige Ihres Vorlieferanten in den Warendokumenten ersetzt. Damit wird dokumentiert, dass das Produkt durch eine geschlossene, zertifizierte CoC Produktkette gelaufen ist.

Dass die Sache damit für den Laien noch komplizierter wird, steht auf einem anderen Blatt. Die früher im FSC diskutierte Option einer sogenannten Produktzertifizierung vor allem für unverändert durchgehandelte Endprodukte wurde – mit Blick auf die Eigenheiten anderer Holz verarbeitender Branchen – verworfen. Sie hätte zu einer wesentlich Vereinfachung geführt,


29.

Was muss ich als zerti-
fizierter Betrieb bei
werblichen Hinweisen
auf „FSC controlled
wood“ beachten?

Grundsätzlich gelten die in Punkt 28 gemachten Ausführungen zur Überprüfung der entsprechenden Lieferantenangaben in Dokumenten und Urkunden entsprechend. Sie müssen diese Angaben Ihres Lieferanten einschließlich seiner FSC-Zertifizierungsnummer auch in Ihre Hinweise auf allen Warendokumenten oder Druckwerken übernehmen. Auf keinen Fall dürfen Sie das FSC-Logo verwenden oder Hinweise wie „FSC-zertifiziert“ geben.

30.

Was muss ich als
Druckerei beachten,
wenn ich nicht
zertifiziert bin?

Da Ihnen die weitere werbliche Nutzung der FSC- / PEFC-Zertifizierung in diesem Fall nur sehr eingeschränkt (s.o.) bzw. überhaupt nicht möglich ist, können Sie das Thema im Prinzip ignorieren. Wenn Sie aus reinem Interesse an der Sache das Papier überprüfen wollen, verfahren Sie wie in Punkt 28 beschrieben.


31.

Was muss ich als nicht
zertifizierter Betrieb
bei „FSC controlled
wood“-Papieren
beachten?

Zwar sind Sie grundsätzlich nicht zur Überprüfung derartiger Angaben verpflichtet. Aber auch dann gilt das zuvor genannte Verbot hinsichtlich der Verwendung des FSC- Logos bzw. einem Hinweis „Dieses Papier ist FSC- zertifiziert“. Einen Warenzeichen-Nutzungsvertrag müssen Sie ebenfalls nicht abschließen, da das FSC-Logo ja nicht verwendet werden darf.


32.

Was muss ich als Verlag
beachten, insbesondere,
wenn ich nicht zertifiziert bin?

Grundsätzlich ist für entsprechende Druckhinweise auf Ihren Verlagsprodukten Ihre eigene Zertifizierung nicht notwendig.

Sie müssen allerdings sicherstellen, dass Druck und Verarbeitung in einer zertifizierten Druckerei auf entsprechend zertifiziertem Papier erfolgen. Dies sollten Sie durch Vorlage entsprechender Warendokumente und der Zertifizierungsurkunde des Druckers überprüfen.

Wenn Sie über den Druckhinweis in Verlagsprodukten hinaus allgemein mit FSC / PEFC werben wollen, empfiehlt es sich, mit dem FSC / PEFC Kontakt aufzunehmen und einen Warenzeichen-Nutzungsvertrag (gegen geringes Entgelt) abzuschließen.

Als sogenannte Verlagsdruckerei müssen Sie natürlich zertifiziert sein. Es gelten die obigen Ausführungen zu den Druckereibetrieben entsprechend.


33.

Was muss ich als
Projektmanager oder
Papiereinkäufer z. B.
beim Druck des
Geschäfts-Jahres-
berichts meines
Unternehmens auf
FSC- / PEFC-Papier
beachten?

Grundsätzlich treffen Sie keine weiteren Prüfungspflichten. Sie sind nicht Teil der Produktkette CoC, die den Zertifizerungsregeln unterliegt. Sie können jedoch Imageschäden durch falsche Angaben im Druckobjekt vermeiden, wenn Sie sich vor Druckvergabe die Zertifizierungsurkunde des Druckers vorlegen lassen und sich die Zertifizierung des Papiers schriftlich bestätigen lassen (hierzu gehören die o.g. Angaben zu Zertifizierungsanteil und Zertifizierungsnummer). Ob sie die Angaben anhand der Website-Register des FSC / PEFC weiter überprüfen wollen, ist Ihnen freigestellt. Verpflichtet sind Sie dazu nicht.


34.

Was muss ich als
nicht zertifizierter
Einzelhändler oder
Versandhändler
beachten?
Es gilt im Prinzip das in Punkt 28 gesagte. D. h. Sie sollten sich die entsprechenden Warendokumente zu den zertifizierten Produkten einschließlich Zertifizierungsnummer und Prozentangabe schriftlich bestätigen lassen und die Zertifizierungsurkunde Ihres Lieferanten einsehen. Wenn Sie in Ihren Katalogen, Angeboten, Mailings etc. mit FSC / PEFC werben wollen, bedeutet dies eine Nutzung des Warenzeichens. In diesem Fall empfiehlt sich, mit dem FSC / PEFC ggf. einen kostenpflichtigen Nutzungsvertrag abzuschließen.


35.

Was muss ich als
Produktioner, Krea-
tiver oder Werbe-
agentur im Zusam-
menhang mit FSC-
/ PEFC-Papieren
beachten?

Wir empfehlen zunächst, diese FAQ-Sammlung aufmerksam zu lesen und sich von unseren Fachberatern insbesondere auch über die technischen und kreativen Aspekte unserer FSC / PEFC-Papiere informieren zu lassen.

Nirgendwo sonst finden Sie diese Bandbreite zertifizierter Papiere für nahezu jeden Einsatzweck. Sofern Sie im übrigen nicht auf eigene Rechnung Druckobjekte auf zertifizierten Papieren vermarkten, haben Sie keine weiteren Pflichten.

Allerdings erweist sich der Top-Produktioner und Kreative als kundiger Ratgeber auch in Umweltfragen. Deshalb steht er seinen Kunden hilfreich bzw. informierend zur Seite, insbesondere hinsichtlich der erforderlichen Dokumente und Nachweise. Auch wir helfen dabei gern.


36.

Bin ich bei unrichtigen
oder unvollständigen
Angaben meines Liefe-
ranten auf seinen Doku-
menten zum Handeln
verpflichtet? Was ist
gegebenenfalls zu tun?

Grundsätzlich gilt auch hier zu unterscheiden:

– Als zertifizierter Betrieb sind Sie verpflichtet, auf die normgerechte Ausführung aller relevanten Dokumente auch Ihres Lieferanten zu achten und ggf. Überprüfung bzw. Korrekturen zu verlangen. Bei fortgesetzter Nichtbeachtung können Sie Ärger mit Ihrem Zertifizierer oder gar mit Ihrem Kunden bekommen. Kommt Ihnen etwas "spanisch" vor, empfiehlt sich zunächst das klärende Gespräch mit Ihrem Lieferanten. Und falls der auch nicht "durchblickt", die Kontaktaufnahme mit Ihrem Zertifizierer.

– Als nicht zertifizierter Betrieb sind Sie grundsätzlich nicht zur Überprüfung der Dokumente verpflichtet. Jedoch treffen Sie auch hier dann Sorgfaltspflichten, wenn Sie als vertraglicher Warenzeichennutzer werbliche Angaben zu FSC / PEFC machen.Diese sollten natürlich stimmen. Es gilt dann das zuvor gesagte entsprechend.


Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir trotz größter Sorgfalt bei der Themenrecherche keine rechtliche Gewähr für die Richtigkeit der o. g. Angaben übernehmen können.


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