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Zertifizierungen
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Vom "Blauen Engel", FSC, PEFC, Äpfeln und Birnen |

| | Über Image brauchen wir den meisten von Ihnen nichts zu erzählen. Schließlich ist die Schaffung und Pflege desselben ihr täglich Brot. Sie wissen deshalb auch genau, wie schwer es ist, ein angekratztes Image wieder loszuwerden. Recycling-Papiere sind ein klassisches Beispiel dafür: Grau und lappig präsentierten sie sich bei ihrer Einführung der Öffentlichkeit. Heute, mehr als 20 Jahre später, stehen viele Recycling-Papiere der Konkurrenz aus Frischfasern in puncto Weiße kaum nach. Und wie diese gibt es sie sogar gestrichen, als Image-Sorte oder Karton. Aber gegen das unattraktive „Müsli“-Image kämpfen Recycling-Papiere noch immer. Da half auch der „Blaue Engel“ nichts. Dann kamen FSC und PEFC – und alle freuten sich. Endlich konnte man umweltorientiertes Handeln demonstrieren, trotzdem edel auftreten – und Äpfel mit Birnen vergleichen.
Anders als bei FSC und PEFC zählt nämlich für das Umweltzeichen „Blauer Engel“ die gesamte Öko-Bilanz eines Produktes: Herstellung, Gebrauch, Lebensdauer, Entsorgung und natürlich sparsamer Einsatz von Rohstoffen. So muss z. B. Recycling-Papier aus 100% Altpapier bestehen, um den „Blauen Engel“ tragen zu dürfen. Darüber hinaus gelten für alle ausgezeichneten Produkte hohe Ansprüche an den Gesundheitsund Arbeitsschutz sowie die Gebrauchstauglichkeit.
Der „Blaue Engel“ ist „das qualitativ anspruchsvollste Umweltzeichen (...).“ * Doch – außerhalb Deutschlands kennt ihn (noch) kaum jemand. Damit auch ausländische Firmen Recycling-Papiere als solche kennzeichnen können, gibt es seit 2004 ein FSC-Recycling-Label**. Dieses berücksichtigt zwar bislang keine Umweltstandards in der Produktion – aber es macht darauf aufmerksam, dass durch den Einsatz von Altpapier die Abholzung von Wäldern vermieden wird.
Denn vor allem auf den Schutz der Wälder sind die international bekannten Zertifizierungssysteme FSC und PEFC ausgerichtet. Sie definieren Mindeststandards, die hohe Anforderungen stellen: an den umweltverträglichen Umgang mit dem Wald und soziale Gerechtigkeit für die Menschen, die in – und von – ihm leben. Dabei gilt der FSC bei vielen als das restiktivere der beiden Zertifizierungssysteme. Er ist als einziger mit weltweiten Standards vor allem in Problemzonen wie Asien und Südamerika präsent.
Beide Systeme sehen eine sogenannte Chain of Custody (CoC) vor. In ihr garantiert jeder Beteiligte, dass das Endprodukt tatsächlich aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt – und nicht etwa aus Raubbau in Urwäldern.
Ob SIE sich für Papiere mit dem „Blauen Engel“ oder mit FSC- bzw. PEFC-Zertifikat entscheiden, hängt letztlich aber auch von dem Zweck ab, für den Sie das Papier verwenden wollen. Zu den unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Papieren aus frischen oder recycelten Fasern ’fragen Sie Ihren Drucker oder Papiergroßhändler’ ;-). Das umwelt-orientierte Sortiment der Papier Union finden Sie hier. *Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Erklärung von Jury Umweltzeichen, Forest Stewardship Council (FSC) Deutschland, Initiative Pro Recyclingpapier, Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt. ** PEFC hat bislang noch kein gesondertes Recycling-Label, sondern ermöglicht die gemeinsame Verwendung des PEFC-Labels mit der Möbius-Schleife. Hierfür muß allerdings nachgewiesen werden, dass das Altpapier aus der PEFC-CoC stammt.
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